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  News Flucht und Migration vom 22.06.2020
Liebe Leserinnen und Leser,
am vergangenen Samstag, dem 20. Juni, wurde zum 20. Mal der Weltflüchtlingstag begangen und UNHCR verweist dazu in seinen aktuellen Jahresbericht auf 79 Millionen Flüchtlinge - etwa einem Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Die beiden Hauptherkunftsländer von Geflüchteten waren Syrien und Venezuela, aber auch die Krisen in Afghanistan, Somalia, Myanmar oder beispielsweise dem Jemen bedrohen nach wie vor Millionen von Menschen. Die meisten Flüchtenden suchen eigenen Land oder in Nachbaarstaaten Zuflucht, so wie zum Beispiel im Libanon, das im Verhältnis zur eigenen Bevölkerung weltweit die meisten Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat. Wie das Rote Kreuz dort hilft, lesen Sie in der Pressemitteilung des DRK zum Weltflüchtlingstag.

Mit herzlichen Grüßen von den Mitarbeitenden im Themenfeld Flucht & Migration!

Blogbeitrag auf drk-wohlfahrt zum Weltflüchtlingstag:
Wer bestimmt, wer fliehen darf?

Nadja Saborowski wirft in ihrem Blogbeitrag zum Weltflüchtlingstag auf DRK-Wohlfahrt.de einen Blick auf die politischen, aber auch die ethischen Fragen, die sich mit Blick auf den Jahresbericht des UNHCR stellen:
Das deutsche Recht kennt zumindest Abschiebungsverbote, d.h. Umstände im Herkunftsland, die einer Abschiebung entgegenstehen. Das Bundesverwaltungsgericht spricht dann von Umständen, die „gleichsam sehenden Auges den sicheren Tod oder schwerste Verletzungen" bedeuten oder von einem „Dahinvegetieren am Rande des Existenzminimums". Ist das unser Maßstab? Müssen besser wollen wir wirklich so weit gehen, damit jemand bleiben darf? Ist es nicht an der Zeit, unsere Annahmen zu überprüfen, die bestimmen, wer Schutz und seine Zukunft woanders suchen darf?

Kinder in Flüchtlingsunterkünften
Recherche zu den psychosozialen Folgen des Lebens in Sammelunterkünften für geflüchtete Kindereader

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) hat am 19.05.2020 eine umfassende Recherche zu den „Psychosozialen Folgen des Lebens in Sammelunterkünften für geflüchtete Kinder“ veröffentlicht. Für die Publikation hat der Verband Praxisdialoge mit insgesamt 27 Personen ausgewertet und auf Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit geflüchteter Kinder geprüft.

Empfehlungen der BAGFW
Für einen allgemeinen Anspruch auf Sprachmittlung zur Wahrnehmung von sozialen Rechten und Pflichten

Wer einen Anspruch auf staatliche Leistungen hat, muss auch die Möglichkeit haben, diese tatsächlich wahrnehmen zu können. Fehlende oder unzureichende Deutschkenntnisse dürfen keine Barrieren beim Zugang zu diesen Leistungen darstellen. Die Verbände der BAGFW empfehlen deshalb, einen allgemeinen Anspruch auf Sprachmittlung für Personen zu schaffen, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um ihren Anspruch auf Leistungen einlösen zu können.

Arbeitshilfen
Zur Duldung bei Personen mit ungeklärter Identität

Der Paritätische Gesamtverband hat zwei wichtige Orientierungshilfen zur Duldung für „Personen mit ungeklärter Identität“ herausgebracht. Erstens, Erläuterungen für die Beratungspraxis zu den Anwendungshinweisen, die das Bundesinnenministerium im April veröffentlicht hatte und an denen sich die Behörden orientieren werden. Zweitens, eine Literatur- und Rechtsprechungsübersicht zu Fragen der Mitwirkungspflichten, Hinweispflichten und der Kausalität von selbstverschuldeten Abschiebungshindernissen.
Zum Download der Broschüren:
Kirsten Eichler, Mai 2020: Die Duldung für „Personen mit ungeklärter Identität“
Lea Rosenberg, Mai 2020: Anlage-Übersicht Rechtsprechung Kausalität-Verschulden

Verbundprojekt SHELTER
Online-Weiterbildungskurse zu Trauma

Der kostenlose Online-Kurs „Trauma im Kontext Flucht und Asyl - Herausforderungen in nicht- therapeutischen Berufen“ richtet sich an nicht therapeutisch geschulte Kursteilnehmende aus dem pädagogischen Bereich und Ehrenamtliche, die mit geflüchteten Menschen zusammenarbeiten. Er bietet Hintergrundinformationen und konkrete Handlungsanleitungen für den Umgang mit traumatisierten Geflüchteten, sowie Ansätze für die Selbstfürsorge und Psychohygiene. Ziel des Kurses ist, Teilnehmende zu befähigen, Traumatisierungen zu erkennen und auf diese adäquat reagieren zu können. Der Kurs, der im Rahmen des Verbundprojekts SHELTER an der Universitätsklinik Ulm entwickelt wurde, steht dank einer Förderung durch UNICEF wieder zur Teilnahme zur Verfügung.

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