Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

      News Flucht & Migration vom 13.01.2021
Menschen gehen getrennte Wege
Liebe Leserinnen und Leser,
in der vergangenen Woche veröffentlichte DIE ZEIT eine Reportage mit dem Titel: »Sachsen in der Corona-Krise: Wenn jede Hilfe zu spät kommt«. Alleine die Bilder der Reportage hinterließen bei mir eine tiefe Wirkung. Und in diesem Fall stammten die Bilder nicht aus einem anderen Land dieser Erde, sondern sind - von hier aus gesehen - in gerade mal 200 km Entfernung entstanden. Etwa 1.000 km weiter weg, im Norden von Bosnien und Herzegowina, spitzt sich eine andere Katastrophe zu, bei der Covid-19 nur eine der Bedrohungen ist - und diese Katastrophe war lange vorhersehbar.
Das neue Jahr ist noch jung - da kann sich vieles noch zum Besseren wenden - nur von allein wird es kaum geschehen!

Mit herzlichen Grüßen von den Mitarbeitenden im Themenfeld Flucht & Migration!

Aus der DRK-Wohlfahrt
Zur Lage der Geflüchteten an der bosnisch-kroatischen Grenze

Mit dem Brand im Camp Lipa im Norden von Bosnien und Herzegowina am 23.12.2020 ist die Situation von Migrantinnen und Migranten an der bosnisch-kroatischen Grenze wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Durch das Feuer wurden etwa 1.700 Personen obdachlos. Mehrere Versuche, die Betroffenen in andere Unterkünfte zu bringen, scheiterten u.a. am Protest der lokalen Bevölkerung. Die humanitäre Situation der Schutzsuchenden ist katastrophal: ohne Schutz gegen die Kälte und die Pandemie, ohne fließendes Wasser, ohne Strom harren sie im Freien aus. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Flüchtlingslager in Bosnien

Lesen Sie mehr zur Situation der Menschen vor Ort, den Bedingungen für die Hilfsorganisationen und welche poltischen Perspektiven sich daraus ergeben - auch mit Bezug auf die Europäischen Vorhaben zu einem "New Pact on Migration and Asylum".


Aktuelle Hinweise und Informationen

Covid-19-Impfungen für Flüchtlings- oder Obdachloseneinrichtungen

Da zu Beginn nur begrenzte Impfstoffmengen und Kapazitäten für die Impfung gegen Covid-19 zur Verfügung stehen, hat das Bundesgesundheitsministerium in einer Impfverordnung festgelegt, wer zuerst geimpft wird. Es gibt drei Stufen der Priorisierung, gestartet wird mit Stufe 1. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) geht davon aus, dass in rund zwei Monaten voraussichtlich mit der Impfung der Personen in Stufe 2 begonnen werden kann. Zur Stufe 2 zählen unter anderem Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind.
Informationen des Bundesgesundheitsministeriums  Antworten auf häufig gestellte Fragen
Informationsseite der KBV, unter anderem mit Links zu den Informationen der einzelnen Bundesländer

Gesetzliche Veränderungen mit Bezug auf AsylbLG und Leistungsausschlüsse bei EU-Freizügigkeit

Die Regelsätze für Leistungen, die nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie nach dem AsylbLG gewährt werden, sind zum 01.01.2021 angepasst worden. Neben den neuen Regelsätzen werden in dem entsprechenden Gesetz Regelungen gestrichen, die bestimmte Gruppen von EU-Bürger*innen sowie deren Familienangehörige von Sozialleistungen bislang ausschlossen. Unter den folgenden Links finden Sie die entsprechenden Informationen auf der Website des Informationsverbunds Asyl & Migration:
Übersicht der neuen Regelsätze im AsylBLG
Informationen zu den Änderungen mit Bezug zur EU-Freizügigkeitsverordnung

Vorbereitungshaft für Personen, die nach Ausweisung erneut einreisen

Im Dezember 2020 wurde mit einer Gesetzesänderung eine sogenannte "Ergänzende Vorbereitungshaft" in das Aufenthaltsgesetz aufgenommen. Der § 62c AufenthG bestimmt die Voraussetzungen dieser Haftform für Personen, die trotz eines bestehenden Einreise- und Aufenthaltsverbot einreisen und von denen eine "erhebliche Gefahr" ausgeht. Der Informationsverbund Asyl & Migration hat die Entstehung der Norm zusammengefasst:
Informationen zur "ergänzenden Vorbereitungshaft"

Förderung von Vorhaben im Bereich Flucht und Migration durch Aktion Mensch

Die Aktion Mensch unterstützt in ihren Förderprogrammen auch Vorhaben, die sich an die Zielgruppen geflüchtete/asylsuchende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren sowie an geflüchtete/asylsuchende Menschen mit Behinderung richten – die vorübergehende Erweiterung der Zielgruppen zur Förderung von Geflüchteten und Asylsuchenden wurde allerdings eingestellt. Künftig förderfähig können also beispielsweise Vorhaben sein, die die Befähigung von geflüchteten Menschen mit Behinderung durch Begleitpersonen oder durch Bildungsveranstaltungen (für Betroffene und Angehörige) ermöglichen. Ebenso können zum Beispiel Projekte zur Bildungsförderung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen für bessere Partizipationsmöglichkeiten in Schule und Beruf im Förderfeld „Bildung und Persönlichkeitsstärkung“ beantragt werden. Auch der barrierefreie Umbau von Einrichtungen oder inklusive Begegnungsprojekte können gefördert werden.

Für mehr Informationen finden Sie hier alle Förderprogramme der Aktion Mensch sowie den Förderfinder, der die Zuordnung Ihres Vorhabens in ein Förderprogramm der Aktion Mensch erleichtert.


Unser Newsletter gefällt Ihnen? 


Beitrag teilen
 Facebook TwitterLinkedInYoutube 

Highlights
> Schulungsangebote Wirkungsorientierung
> Förderberatung für Mitgliedsverbände des DRK e.V.
> Kompetenzzentren Digitalisierung
> Digitaler Werkzeugkasten

Service
Blog
Newsletter
Veranstaltungen
Veröffentlichungen
Fachteams & Kontakte

Datenschutz
Deutsches Rotes Kreuz e. V. 
DRK-Generalsekretariat 
Carstennstraße 58 
12205 Berlin


Telefon: 030 / 85404 - 0 
Telefax: 030 / 85404 - 450 
E-Mail: drk@drk.de 
Internet: www.drk-wohlfahrt.de


Newsletter Verantwortliche Stelle 
Deutsches Rotes Kreuz e. V.

Wenn Sie keine weiteren Informationen der DRK-Wohlfahrt per E-Mail erhalten möchten, können Sie sich

> hier abmelden

Das DRK in den Sozialen Medien:
Twitter Facebook Youtube Instagram